Das ist der Titel der aktuellen Challenge, die wir mit den ehemaligen und aktuellen Teilnehmer/innen unserer Weiterbildung durchführen. Es geht um Austausch und Ideen, wie Führungskräfte in der aktuellen Situation gut für ihre Remote-Teams sorgen können. Wir teilen hier einige gute Erfahrungen, die sich bewährt haben:

Social Events

Informeller Austausch und die Gelegenheit ein Teamgefühl zu schaffen kommen aktuell definitiv bei den meisten Teams zu kurz. Wir haben ein paar coole Ideen zusammengestellt, was du mit deinem Remote-Team machen kannst:

Treffen zum Feierabend

Freitags nachmittags einen Zeitslot vereinbaren, wo sich alle mit einem selbstgewählten Feierabendgetränk treffen und sich austauschen, wie es gerade geht, wie die Woche war…

Virtuelle Kaffeepause

Täglich zu einer festen Zeit eine Kaffeepause per Videokonferenz anbieten, zu der jede/r auf freiwilliger Basis kommen kann.

Sportgruppe

Vor Arbeitsbeginn oder zum Feierabend eine Sportgruppe bilden, für Sportarten, die vor dem Bildschirm gut gehen, z.B. Yoga, Seilspringen, Rückengymnastik

Spaßig ist auch eine digitale Laufgruppe: Remote Check-In per Zoom bevor alle für sich loslaufen, z.B. mit kurzen gemeinsamen Aufwärmübungen und vielleicht zum Abschluss nochmals um sich auf die Schulter zu klopfen 🙂

Belastungen im Team thematisieren

Die aktuelle Situation bringt verschiedenste individuelle Belastungen für die Menschen in deinem Team mit sich und es gibt wenig Gelegenheit sich darüber auszutauschen und von den guten Lösungen anderer zu lernen. Es kann hilfreich sein, das Thema bewusst auf die Tagesordnung zu setzen, z.B. ganz aktuell nachdem die Verlautbarung der Bundesregierung zeigt, dass sich in den nächsten zwei Wochen noch keine wesentlichen Verbesserungen der Situation abzeichnen.

Circle of Concern and Influence

Eine Möglichkeit ist, mit deinem Team zu sammeln, was die aktuellen Schwierigkeiten und Herausforderungen sind und dann zusammen zu brainstormen, wie sie zu bewältigen wären – das können Themen von Arbeitsorganisation über Zusammenarbeit bis hin zu Tagesstrukturierung sein. Ein Modell, das wir dazu empfehlen ist der „Circle of Concern and Influence“ von Stephen Covey.

Fokus auf Ressourcen

Du kannst die aktuelle Verlautbarung der Bundesregierung auch nutzen um einen ressourcenorientierten Rückblick zu machen: Was haben wir als Team in den letzten Wochen alles gelernt? Was hat uns geholfen Schwierigkeiten zu bewältigen? Welche Stärken und Ressourcen hat unser Team, die sich jetzt bewährt oder erst richtig gezeigt haben? Und wie können wir diese in den kommenden Wochen noch stärker nutzen?

Eine einfach Art, sich gegenseitig zu unterstützen ist diese hier: Reg einen Austausch im Teamchat an, was sich bei jedem Teammitglied besonders bewährt hat, um die Arbeit im Homeoffice möglich zu machen – Tipps für Kinderbeschäftigung, Tools für die Arbeitsorganisation, Strategien sich selbst zu motivieren…

Erwartungen managen

Erwartungen managen: Viele haben den Anspruch im Homeoffice acht Stunden lang effektiv zu arbeiten. Das tut auch im Büro niemand! Du kannst das thematisieren, um Druck zu verringern und auch darüber sprechen, dass beispielsweise die Sprintziele unter den gegebenen Umständen etwas weniger ehrgeizig geplant werden sollten.

Checkin

Meetings mit einem kurzen Check-in beginnen: Jede/r sagt kurz wie es ihm/ihr heute geht. Kreative Ideen für Check-In Fragen, findest du z.B. hier: https://checkin.daresay.io/

Das Gespräch mit jedem Einzelnen suchen

Auch wenn du im normalen Alltag nicht jede Woche mit jedem Teammitglied einzeln sprichst, wie es ihm/ihr geht – jetzt sollte dein Fokus darauf liegen, wöchentlich zumindest kurze Check-Ins mit jeder/jedem Einzelnen einzuplanen. Viele Menschen öffnen sich nicht in der Gruppe mit ihren persönlichen Problemen, die sie aktuell zu bewältigen haben, wohl aber in einem one-on-one Gespräch.

Für Feedback, Anerkennung und Freude sorgen

Als Führungskraft solltest du jetzt besonders darauf achten, regelmäßig positives Feedback zu verteilen und anzuregen. Wie?

Du kannst in Besprechungen selbst Feedback geben, und Feedback anregen – mit einfachen Fragen, wie z.B. „Was findet ihr gut an dem Prototyp, den Marie eben vorgestellt hat?“; gerade in Remote-Settings passieren solche Prozesse oft nicht von allein.

Wir kommunizieren viel in Chat-Kanälen – jede/r freut sich über einen Like oder Kommentar zu dem Beitrag, den sie/er geschrieben hat. Das ist ein schnelles Signal, dass die eigenen Beiträge wahrgenommen und wertgeschätzt werden und fördert die Motivation.

Kudos per Snailmail

Feedback per Post – wer schon mit Kudo-Karten arbeitet, kann jetzt welche per Post verschicken und damit sicherlich Überraschung und Freude auslösen. Du kannst die Kudo-Cards selber schreiben oder organisieren, dass Teammitglieder sich gegenseitig welche schreiben.

Care Paket

Noch mehr Freude hat Formigas ihren Mitarbeitenden mit einem Home-Office-Päckchen gemacht: Jede/r hat ein Päckchen mit Keksen, Espresso und Filzhausschuhen mit Firmenlogo bekommen; so kann man die Homeoffice-Zeit buchstäblich versüßen…

Care for yourself

Und last but not least: „Care for yourself“ als Führungskraft
Teamcare und das Handling der aktuellen Situation stellen große Anforderungen an deine Energie, Präsenz und optimistisches Nach-Vorne-Schauen – wir geben Tipps und Praktiken, wie Führungskräfte einen achtsamen Umgang mit sich selbst und ihren Ressourcen leben können, z.B. mit der Centering Practice aus unserem Coaching-Ansatz zu Embodied Leadership.

Energie!!

Und für alle, die noch mehr gute Stimmung im Team haben wollen, gibt es hier einen Tanz, den ein uns bekanntes Team vor den Reviews einsetzt, um sich so richtig in Stimmung zu bringen.

Viel Freude beim Umsetzen aller Ideen, die dich angesprochen haben!

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